WiFi 6, VoIP und UVV: Polytype modernisiert Netzwerk und Kommunikation

Netzwerk und Telefonanlage des Maschinenproduzenten Polytype AG am Standort Fribourg erfüllten die Anforderungen nicht mehr. UMB AG implementierte eine moderne Kommunikationsinfrastruktur, die sich durch umfassende Funktionalität, hohe Performance und zuverlässige Sicherheit auszeichnet. 

#Alcatel-Lucent Enterprise   #Unified Communication  

Am Hauptsitz des Unternehmens in Fribourg arbeiten 200 Beschäftigte sowie rund 10 Mitarbeiter der Muttergesellschaft WIFAG­-Polytype Holding AG. Sie nutzen eine gemeinsame Infrastruktur für das Netzwerk und eine Telefonanlage von Alcatel­Lucent Enterprise, die seit 2013 von UMB betreut wurde. Diese Anlage konnte die Anforderungen nicht erfüllen, die heute an eine moderne UCC­Lösung gestellt werden. So war es den Mitarbeitern nicht möglich, ausserhalb der Firma (zum Beispiel im Homeoffice) mit der Firmennummer zu telefonieren. Auch die Netzwerkinfrastruktur für LAN und WLAN genügte den aktuellen Anforderungen nicht mehr. Die eingesetzten Client Access Switches waren veraltet und boten keine PoE­ Funktionalität. Die Endgeräte waren nur mit 100 Mbs angebunden und die Uplinks der Switches auf 1 Gbs limitiert, was zu erheblichen Performance­ Einbussen führte. So entschloss man sich, für den Standort Fribourg eine komplett neue, einheitliche Lösung für Netzwerk und Telefonie zu implementieren. Bei der Evaluation zeigte sich, dass die UMB AG eine Gesamtlösung anbieten konnte, die alle funktionalen Anforderungen abdeckt, und eine sichere Zukunftsperspektive bietet. Die professionelle Betreuung der bisherigen Telefonanlage und die Möglichkeit, vorhandene Lizenzen weiter zu nutzen und Leistungen teilweise über den bestehenden Wartungsvertrag abzurechnen, waren weitere Argumente, die für UMB und die Lösungen von Alcatel­Lucent Enterprise sprachen. UMB erhielt den Zuschlag für das Projekt Ende 2020 und schloss die Umsetzung im Sommer 2021 erfolgreich ab. 

 

Neue Infrastruktur für LAN und WLAN 

Für die neue Netzwerklösung wurden die bestehenden Core Switches von HPE Aruba beibehalten. Als Client Access Switches werden nun stapelbare LAN­Switches aus der Produktfamilie Alcatel­Lucent OmniSwitch® 6560 eingesetzt, die eine bewährte Peripherielösung für schnelle, hochverfügbare, sichere und einfach zu verwaltende Netze bieten. Der Anspruch an hohe Performance wird mit Multi-Gigabit-Ports für IEEE 802.11ac­ Hochgeschwindigkeitsgeräte, 10­GigE­Uplinks auf Glasfaser­Basis und 20­GigE­ Stacking realisiert. Ausfallsicherheit ist durch das Spanning­Tree­Netzwerkprotokoll, das Alcatel­Lucent Operating System (AOS), zwei Datencenter und die Stacking­ Konfiguration mit redundanten Power Supplies der Switches gewährleistet. Für das WLAN werden Access Points aus der Serie Alcatel­Lucent OmniAccess® Stellar AP1320 für Innenräume verwendet, die mit IEEE 802.11ax­Technologie (Wi­Fi 6) höhere Geschwindigkeiten, mehr Kapazität und eine effiziente Zuweisung von Sendezeit auf den Wi­Fi­Bändern 2,4 GHz und 5 GHz ermöglichen. Zugriffsrechte werden nun für verschiedene Benutzergruppen über User-Network-Profile zugeteilt. Getrennte SSIDs (Service Set Identifiers) für Mitarbeiter und Gäste sorgen für zusätzliche Sicherheit.

 

VoIP und UCC für die Telefonie 

Für die Telefonie wurde eine moderne virtuelle UCC ­Umgebung implementiert, deren Herzstück der Alcatel­Lucent OmniPCX® Enterprise Communication Server bildet. Der Kommunikationsserver bietet hochwertige Sprachkonnektivität und ein flexibles Anrufmanagement, das die Telefonie-Funktionen an jedem Ort und auf jedem Endgerät bereitstellt. Am Standort Fribourg wurden 140 Alcatel­Lucent DECT­Telefone 8254 installiert. Die robusten drahtlosen Telefone für industrielle Umgebungen zeichnen sich durch ihre kompakte Bauweise und die intuitive Navigation aus. Für den Zugriff auf Unified Communications (UC) sind die Alcatel­Lucent OpenTouch® Multimedia Services implementiert, die vielfältige UC­Funktionen bereitstellen. Die Anwender können diese Funktionen über den Alcatel­Lucent OpenTouch® Conversation­Client auf ihren Desktops, Laptops oder Smartphones nutzen. Das Alcatel­Lucent OmniVista® 8770 Network Management System (NMS) bietet einen einheitlichen Überblick über OmniPCX Enterprise und OpenTouch – und damit eine zentralisierte Administration der kompletten Lösung. Für sichere Kommunikation über das Internet sorgt der Alcatel­Lucent OpenTouch® Session Border Controller. Er schützt das Unternehmen vor VoIP­ und SIP-Denial-of-Service-Attacken sowie vor Betrugs­ und Abhöraktivitäten.

 

Vorteile und Nutzen der neuen Lösung 

Das neue Netzwerk erfüllt die hohen Performance ­Ansprüche von WIFAG-­Polytype. Die Client Access Switches bieten mit 1G­Ports und 10G­ Glasfaser ­Uplinks schnelle und zuverlässige Konnektivität. LAN und WLAN (Wi-Fi 6) laufen ausgesprochen stabil und lassen sich zentral verwalten. Die neue VoIP-Telefonie-Lösung gibt den Anwendern die Möglichkeit, Telefonie und UCC­ Funktionen (wie Verzeichnis, One-Number oder Weiterleitung) standortunabhängig zu nutzen – mit derselben Benutzeroberfläche auf dem PC und dem Smartphone. Die komplette Serverumgebung für Netzwerk und Telefonie ist jetzt virtualisiert und kann mit dem eingesetzten Netzwerkmanagement konfiguriert, gesteuert und überwacht werden.

Mit der neuen Infrastruktur konnten wir den Schritt von einer klassischen, hardwarebasierten Telefonie zu einer neuen virtuellen, VoIP basierten UCC Umgebung machen. UMB hat uns dabei von der Planung bis zur Implementation kompetent beraten.

Patrick Ruffieux, ICT- Verantwortlicher, Polytype AG

Kurzprofil Polytype AG

Die Polytype AG, eine Tochtergesell schaft der WIFAGPolytype Holding AG, produziert Maschinen für die Dekoration und Veredelung von Kunststoffbechern, Deckeln, Tuben, Flaschen und Hülsen für die Verpackungsindustrie. Das 1960 gegründete Unternehmen, das heute weltweit rund 400 Mitarbeitende beschäftigt, hat seinen Hauptsitz in Fribourg und Niederlas sungen in den USA, Thailand, Bulgarien und Deutschland.