Digital Twins: Virtuelle Gegenstücke für die Business-Realität

Martin Gartmann - 26.06.2018


Illustration: IBM


Das Internet der Dinge, zusammen mit schnellen drahtlosen Netzwerken, hochentwickelter Sensor-Technologie, Cloud Computing und KI hat es möglich gemacht, digitale Zwillinge von Geräten oder Prozessen zu schaffen.

  

Digital Twins sind praxisbezogene Modelle, mit deren Hilfe Abläufe oder Produkte entworfen und verbessert werden können, bevor sie je eingeführt werden. Das Konzept stösst auf riesiges Interesse, vor allem in der Industrie. Beim Analyst und Marktforscher Gartner ist man der Meinung, dass sich durch den Einsatz von digitalen Zwillingen signifikante Produktivitätssteigerungen erreichen lassen, und dass das Konzept deshalb gegenwärtig zu den zehn wichtigsten Technologie-Trends gehört. Gartner stützt diese Bewertung auf Studien, die voraussagen, dass schon im Jahr 2020 mindestens die Hälfte aller grossen Industrieunternehmen digitale Zwillinge einsetzen werden. Gartner definiert digital Twins übrigens als virtuelle Gegenstücke eines reellen Objektes - dabei kann es sich um Produkte, Strukturen, Anlagen oder Systeme und Prozesse handeln.

 

Digitale Zwillinge für noch nicht existierende Projekte

Die Deutsche Gesellschaft für Informatik hält fest, dass es unerheblich sei, ob das Gegenstück zum digitalen Zwilling in der realen Welt schon existiere. Auch eine Produktionsanlage, die erst in Planung sei, könne bereits einen digitalen Zwilling besitzen, der die zentralen Eigenschaften dieser Anlage beschreibe. Deshalb kommen digital Twins vor allem in der Industrie und der modernen Produktionstechnik zum Einsatz - um Produkte virtuell zu schaffen und zu optimieren, bevor sie hergestellt werden. So können Betrieb, Wartung und Entsorgung derartiger Modelle getestet werden, bevor die Produktion in der wirklichen Welt beginnt. Autohersteller wie VW nutzen die Technologie um Motoren während der Herstellung Schritt für Schritt mit dem digitalen Zwilling zu vergleichen, damit Qualitätsschwankungen rechtzeitig bemerkt und korrigiert werden können. Der Einsatz künstlicher Intelligenz macht es zudem möglich, mit diesen Simulationen Probleme zu erkennen, bevor sie je auftreten.

 

Bugatti-Motor: Autohersteller wie VW setzen auf die Digital-Twin-Technologie.
 

Daten von bestehenden Systemen abschöpfen

Für die Erstellung eines digitalen Zwillings braucht es aktuelle und relevante Daten aus der Produktion und dem Betrieb. Diese können oft von existierenden digitalen Systemen abgeschöpft werden. PLM- und EM-Systeme (Product Lifecycle Management und Manufacturing Execution Systems) sind potentielle Datenlieferanten, genauso wie das ERP-System, wenn es um Businessprozesse geht. Und natürliche kann das IoT Unmengen von Betriebsdaten in Echtzeit liefern, wenn die richtige Cloud-Infrastruktur vorhanden ist. Bereits gibt es eine Reihe von Software- und PLM-Anbietern, die auf diesem Gebiet Lösungsansätze bieten; GE, Siemens, SAP, Microsoft und IBM sind fünf davon.

 

UMB Cloud als Leading Edge Basis

Die Digital-Twin-Technologie ist ein Leading-Edge-Thema, das in der Industrie in den nächsten Jahren eine bedeutende Rolle spielen wird. Die UMB Cloud bildet dabei als hoch performantes und stabiles Datacenter das Fundament. Wir sorgen für Operative Exzellenz und sind in der Lage, Ihre Prozesse durch CURO und künstliche Intelligenz zu optimieren und Ihr Business zu transformieren.

 

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Weiterführendes Material
Digitaler Zwilling (Gesellschaft für Informatik)

Prepare for the Impact of Digital Twins (Gartner)

Cheat Sheet: What is Digital Twin? (IBM)

Wie Unternehmen von einem digitalen Zwilling profitieren (CW)

Why is Digital Twin Technology so Important? (Forbes)


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