Leading Edge Blog



Microsoft Exchange 2010: nur noch acht Monate Support

Lars Zängerle - 16.05.2019


Foto: Adobe Stocks


Am 14. Januar 2020 erreicht Microsoft Exchange 2010 das Ende der verlängerten Supportphase. Unternehmen, die Exchange 2010 jetzt noch im Einsatz haben, sollten nun mit der Vorbereitung für die Migration beginnen. Als Alternativen stehen die Cloud-basierte Exchange-Version (stand-alone oder mit Office 365) und die lokalen Versionen Exchange Server 2016 und 2019 zur Wahl. 

 

Microsoft wird nach dem 14. Januar 2020 bei technischen Problemen keine Unterstützung mehr leisten. Auch Sicherheitsmassnahmen für Schwachstellen werden nicht mehr übermittelt und regelmässige Sicherheitsupdates gehören ab diesem Zeitpunkt der Vergangenheit an. Das Risiko für betroffene Unternehmen wird somit stark ansteigen. Exchange 2010 ist übrigens nicht das einzige Microsoft Produkt, welches ab dem 14. Januar nächsten Jahres nicht mehr unterstützt wird: auch Windows 7, Windows 2008, Windows 2008 R2 sowie Windows Small Business Server 2008 sind betroffen und sollten entsprechend zeitnah abgelöst werden.
 

Cloud oder nicht Cloud - das ist hier die Frage

Exchange Server 2016 sowie 2019 (beide bis Ende 2025 unterstützt) und das Pendent aus der Microsoft Cloud Exchange Online unterscheiden sich funktionell nur marginal. Deshalb beeinflussen oftmals andere Faktoren wie die Datenhaltung oder die anfallenden Kosten den Entscheid, ob der Exchange Server lokal bereitgestellt oder in die Office 365 Cloud migriert werden soll. Auch wenn der Trend klar Richtung Cloud zeigt, ist die Antwort auf diese Frage nicht immer eindeutig und muss zuerst geklärt werden.
 

Schweizer Microsoft Datacenter als Entscheidungshilfe?

Bis vor kurzem war die Ausgangslage bezüglich Datenhaltung klar: wer sich in der Schweiz für Office 365 und Exchange Online entscheidet, muss akzeptieren, dass die Daten auf ausländischen Servern gespeichert werden. Mit der Ankündigung eines Microsoft Datacenters in der Schweiz  wird auch diese Barriere fallen. Noch hütet sich Microsoft davor ein genaues Verfügbarkeitsdatum zu nennen. Gemäss Aussagen werden im zweiten Quartal 2019 die ersten Azure Services verfügbar sein. Gewisse Office 365 Services sollen mit 3-6 Monaten Verzögerung und somit Ende 2019 folgen. Es wird also voraussichtlich möglich, aber denkbar knapp sein, noch vor Ablauf des Supports zu Office 365 zu wechseln.
 

Unterstützung bei Ihrer Migrationsplanung

Können Sie sich nicht entscheiden, ob Sie den Exchange Server weiterhin Inhouse oder doch lieber in der Cloud betreiben möchten? Wie sieht der kommerzielle Vergleich in Ihrer spezifischen Situation aus? Wie würde eine Migration nach Exchange Online technisch ablaufen? UMB gilt nicht nur als Pionierin im Bereich Office 365, sondern verfügt auch im Bereich Exchange 2016 und 2019 weiterhin über ausgezeichnete Engineering Kompetenzen. Wir werden Sie kompetent und unabhängig unterstützen, für welche Variante Sie sich auch entscheiden. Gerne stehen wir zur Verfügung.
 

Eines ist auf jeden Fall sicher: Unternehmen Sie nichts oder handeln Sie zu spät, wird es nicht mehr möglich sein, Ihre Exchange 2010 Umgebung rechtzeitig zu ersetzen. Dies ist aus unserer Sicht die schlechteste Option. Die Uhr tickt…
 

Artikel Microsoft

Microsoft Azure in der Schweiz: Was bedeutet das für Sie? Besuchen Sie unseren Event vom 29. August 2019 in St. Gallen.