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Das Ende ist doch nicht so nah: Gnadenfrist für Exchange-2010-Support!

Lars Zängerle - 02.10.2019


Foto: Adobe Stocks


Die verlängerte Supportphase für Exchange 2010 endet nicht wie angekündigt schon am 14. Januar, sondern erst am 13. Oktober 2020. Trotzdem gilt es, keine Zeit zu verschwenden. Unternehmen, die immer noch mit Exchange 2010 arbeiten, sollten rechtzeitig mit den Migrationsvorbereitungen beginnen, damit sie nicht unter Druck geraten. Als Alternativen stehen die Cloud-basierte Exchange Online-Version (Office 365) und die lokalen Versionen Exchange Server 2016 und 2019 zur Wahl. 

 

Bei Microsoft habe man erkannt, dass die Einstellung des Supports für ein Produkt, das so beliebt und zuverlässig wie Exchange Server 2010 sei, eine Herausforderung darstellen könne. Man wisse auch, dass die meisten noch betroffenen Unternehmungen bereits dabei seien, auf eine neuere unterstützte Exchange Version umzusteigen. Um Exchange-Server-2010-Kunden mehr Zeit für den Abschluss ihrer Migration zu geben, werde der Support deshalb bis zum 13. Oktober 2020 verlängert. 

 

Exchange 2010 weiter betreiben ist mit Risiken verbunden.

Microsoft wird nach diesem Datum bei technischen Problemen keine Unterstützung mehr leisten. Auch Sicherheitsmassnahmen für Schwachstellen werden nicht mehr übermittelt und regelmässige Sicherheitsupdates gehören ab diesem Zeitpunkt der Vergangenheit an. Das Risiko für betroffene Unternehmen wird somit stark ansteigen. Exchange 2010 ist übrigens nicht das einzige Microsoft Produkt, das ab dem 13. Oktober nächsten Jahres nicht mehr unterstützt wird: Das gleiche Datum gilt für Office 2010 und SharePoint Server 2010. Nicht verschoben wurde hingegen das Support-Ende für Windows 7, Windows 2008, Windows 2008 R2 sowie Windows Small Business Server 2008. Hier gilt weiterhin der 14. Januar als Stichtag, und sie sollten entsprechend zeitnah abgelöst werden.
 
Cloud oder nicht Cloud - das ist hier die Frage
Exchange Server 2016 und 2019 (beide bis Ende 2025 unterstützt) sowie Exchange Online, das Pendent aus der Microsoft Cloud, unterscheiden sich funktionell nur marginal. Deshalb beeinflussen Faktoren wie die Datenhaltung oder die anfallenden Kosten den Entscheid, ob der Exchange Server lokal bereitgestellt oder in die Office 365 Cloud migriert werden soll. Auch wenn der Trend klar Richtung Cloud zeigt, ist die Antwort auf diese Frage nicht eindeutig. Bis vor kurzem war die Ausgangslage bezüglich Datenhaltung klar: wer sich in der Schweiz für Office 365 und Exchange Online entschieden hat, musste akzeptieren, dass die Daten auf ausländischen Servern gespeichert wurden. Mit der Ankunft des Microsoft Datacenter in der Schweiz wird auch diese Barriere fallen. Noch ist Office 365 (im Gegensatz zu Azure) in der Schweiz nicht verfügbar. Gemäss Microsofts Zeitplan kann aber zwischen Dezember 2019 und Februar 2020 damit gerechnet werden.

 

‘Microsoft Teams‘ gewinnt an Gewicht

Ein weiterer Entscheidungsfaktor, der in letzter Zeit an Gewicht gewonnen hat, ist Microsoft Teams. Die Kommunikationsplattform stösst bei vielen Unternehmen auf grosses Interesse, lässt sich aber nur beschränkt in Kombination mit einer lokalen Exchange-Umgebung bereitstellen[1]. Wer also mit Microsoft Teams liebäugelt und den vollen Funktionsumfang nutzen will, sollte einer Migration zu Exchange Online (Office 365) den Vorrang geben.

 

Unterstützung bei Ihrer Migrationsplanung
Wissen Sie noch nicht, ob Sie den Exchange Server weiterhin lokal oder doch lieber in der Cloud betreiben möchten? Wie sieht Ihre spezifische Situation aus kommerzieller Sicht aus? Wie würde eine Migration nach Exchange Online technisch ablaufen? UMB gilt nicht nur als Pionierin im Bereich Office 365, sondern verfügt auch im Bereich Exchange 2016 und 2019 über ausgezeichnete Engineering-Kompetenzen. Gerne stehen wir zur Verfügung,um Sie kompetent und unabhängig unterstützen. Microsofts Supportverlängerung gibt Ihnen mehr als ein Jahr, um Ihre Exchange-2010-Umgebung zu ersetzen. Nutzen Sie die zusätzliche Zeit - die Uhr tickt.