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IBM FlashSystem 9100 NVMe: leistungsstarker All-Flash, Multi-Cloud-Speicher (Deep Dive)

Werner Eggli - 30.04.2019


Bild: IBM


Das neue IBM FlashSystem 9100 steht mit zwei Modellen am Start. Beide Modelle sind bezüglich der Funktionalität identisch, das günstigere Einstiegsmodell 9110 verfügt über 4 x 8core Intel Skylake 1.7Ghz CPUs , das leistungsstärkere Modell 9150 über 4 x 14 Cores Intel Skylake 2.2 Ghz CPUs. Beide neuen IBM-FlashSystem-9100 Modelle sind verfügbar.

Das IBM FlashSystem 9100 vereinigt die Vorteile der IBM Flash Core Technologie mit den Software-definierten Storage Funktionalitäten der IBM Spectrum Storage Lösung. Das NVMe-optimierte All-Flash Array stellt bis zu zwei Petabyte (PB) effektive NVMe Storage-Kapazität in einem 2U-Subsystem zur Verfügung. Die Kapazität der Systeme kann zudem durch Erweiterung mit SAS-basierten Expansionseinheiten bis auf 32 PB gesteigert werden. Die im Flash System 9100 einbaubaren NVMe Flash Drives sind dual-ported. Neben den üblichen NVMe Flash Disks lassen sich auch die von IBM speziell entwickelten Micro-Latency-Module in einem 9100 Flash System einbauen.

 

384TB DRAID-Kapazität pro 2U-Gehäuse

Im 2U hohen Controllergehäuse finden bis zu 24 dieser Module Platz. Jedes dieser Module verfügt dabei über eine Kapazität von 4.8, 9.6 bis zu maximal 19.2 TB (nicht komprimiert). Damit stehen in einem 2U-Gehäuse bis zu 384TB DRAID6 geschützte Kapazität zu Verfügung. Mit der in der Hardware eingebauten performanceneutralen Kompressionsfunktion sind zudem, abhängig von den gespeicherten Daten, noch wesentlich höhere Kapazitäten möglich. Mit Flash-Modulen und Disks, die dermassen hohe Kapazitäten aufweisen, stellt die Rebuild-Zeit, das heisst, die Zeit, die benötigt wird, um bei einem Ausfall eines Modules die zum Schutz der Daten gewünschte Redundanz wiederherzustellen, ein ernstzunehmendes Problem dar. Akzeptable Rebuild-Zeiten können mit den traditionellen RAID-Methoden nicht mehr erreicht werden.

Mit der Distributed-RAID-Methode (DRAID) können die Rebuild-Zeiten gegenüber traditionellen RAID-Methoden bis zu zehnmal verkürzt und die Daten damit in wesentlich kürzere Zeit wieder hergestellt werden. Durch eine spezielle von IBM patentierte Architektur (Variable Stripe RAID, VSR) wird bei einem Ausfall einzelner NAND-Bausteine nicht wie bei einer SSD Disk, das gesamte Modul ausser Betrieb gesetzt, sondern nur die ausgefallenen Bereiche. Damit wird hohe Verfügbarkeit des FlashCore-Moduls - und damit des Gesamtsystems - nochmals gesteigert

 

IBM Flash 9100 (Bild IBM)

 

2,5 Millionen IOPS pro Single-Controller-System

Eines der herausragenden Merkmale der IBM-FlashCore-Technologie ist die gleichbleibende Leistung, mit konstanten Antwortzeiten im Mikrosekundenbereich über das gesamte Lastspektrum. Damit werden in einem Single-Controller-System bis zu 2,5 Millionen IOPS erreicht. Mit einem aus vier Systemen bestehenden Cluster sind bis zu 10 Millionen IOPS mit Antwortzeiten um 100 Mikrosekunden möglich.

Die verfügbaren 16Gbit Fibre-Channel- und 25Gbit-Ethernet-Interface-Karten sind NVMe-oF-ready. Ein zukünftiger Software Release wird diese Funktionen aktivieren, sobald serverseitig die entsprechenden Treiber vorhanden sind.
 

Das Flash System 9100 ist nicht nur bezüglich Kapazität, Leistungsstärke und Platzbedarf das führende Flashsystem am Markt. Es verfügt auch über die Funktionalitäten eines Enterprise Class Storage Systems, wie externe Virtualisierung, Daten-Migrations-Funktionalität, Kompression/Deduplikation- und Snapshot-Funktionen sowie Replikationsfunktionen, die den Aufbau von standortübergreifenden active/active Infrastrukturen oder hochverfügbaren Infrastrukturen (HA) an einem Standort erlauben (HyperSwap).

 

Wir sind die Spezialisten, wenn es um Flash-Speicher geht, und wir sind in der Schweiz der einzige IBM-Partner mit dem Elite-Speciality-Status für IBM Power und Storage. Kontaktieren Sie mich bitte für zusätzliche Informationen.

 

UMB ist IBM Platinum Business Partner