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Der KI-Spezialist Watson wird persönlicher Assistent

Roland Imoberdorf - 15.05.2018


Bild Wikimedia: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:IBM_Watson.PNG


IBM Watson Assistant will Alexa, Siri, Cortana und Co. ernsthafte KI-Fähigkeiten entgegensetzen. Mit einem grossen Unterschied: IBM bietet ihren digitalen Assistenten als White-Label-Lösung an: Firmen können das System in ihre eigenen Angebote einbauen; Watson liefert seine Dienste aus der IBM-Cloud unsichtbar im Hintergrund.

 

Mit Watson hat IBM ein KI-Projekt geschaffen, das genau auf der Entwicklungskurve moderner Informationstechnologie liegt. Künstliche Intelligenz, Cloud-Computing und das Internet der Dinge sind die am schnellsten wachsenden IT-Entwicklungsfelder - und Watson gehört überall dazu. Dass IBM das System jetzt auch als Sprachassistenten anbieten will macht ungemein Sinn, schliesslich wurde Watson ursprünglich als kognitiver Supercomputer gebaut, der in der Lage ist, die menschliche Sprache zu verstehen und jegliche Fragen zu beantworten. Inzwischen ist der Markt für digitale Sprachassistenten allerdings regelrecht explodiert.

 

Virtuelle Assistenten im Trend

Mit virtuellen Assistenten für Endkunden wurden schon im letzten Jahr knapp 700 Millionen US-Dollar Umsatz generiert. Dieses Jahr sollen es schon mehr als zwei Milliarden werden und im nächsten Jahr über fünf Milliarden. Den Markt teilen sich im Moment Siri (Apple), Alexa (Amazon), Google Assistant und Cortana (Microsoft). Dass die Fähigkeiten dieser DPAs (Digital Personal Assistants) noch sehr beschränkt sind wird allerdings hie und da festgestellt. Er warte ungeduldig auf Watson Assistant, schreibt zum Beispiel der Technologieexperte Rob Enderle auf IT Business Edge, der von Alexa und Co. gar nicht begeistert ist. Er glaubt, dass in der nahen Zukunft IBM Watson Assistant als einzige Applikation in der Lage sein wird, echte und umfangreiche DPA-Funktionen wahrzunehmen.
 

Watson konversiert nicht mehr als Watson

Tatsächlich steigt IBM mit Watson Assistant als Business-Anwendung in die DPA-Aufholjagd ein. An der Think-Konferenz in Las Vegas, die im März über die Bühne ging, demonstrierte der Konzern sein Assistenten-Konzept. Das Zielpublikum sind Unternehmen, die den mit KI angetriebenen digitalen Assistenten zum Beispiel in der Cloud, in ihren IoT-Produkten oder anderen Lösungen integrieren wollen. Watson wird in diesen Applikationen nicht als Watson mit den Usern konversieren, sondern ein Teil der entsprechenden Marke sein. IBM bietet denn auch bereits drei spezialisierte Versionen an - für Anwendungen im Industrie- oder Automobilbereich sowie in der Hotellerie. Gemäss IBM gibt es in diesen Bereichen bereits praktische Anwendungen: Am Münchner Flughafen, zum Beispiel, wo ein Roboter Fragen von Reisenden beantwortet; im Cockpit eines exklusiven Maserati Cabriolets und in einem Call-Center der Schottischen Royal Bank.  IBM möchte natürlich, dass Watson Assistant in möglichst vielen Geräten eingebaut wird. Deshalb ist das System individualisierbar und mittels Programmierschnittstellen (APIs) leicht zu integrieren.  

 

Watson Assistant ist kein Datenkrake

Ein riesiger Vorteil, den viele Unternehmen und vor allem Kunden zu schätzen werden wissen, ist Watsons Umgang mit den anfallenden Daten. Jede Lösung behält die eigenen Daten und teilt sie nicht mit anderen Watson-Assistant-Applikationen. Will heissen: Die Daten werden nicht in einem riesigen Reservoir irgendwo bei IBM gespeichert und ausgewertet - auch nicht anonymisiert. Watson-Benutzer dürfen sich sicher fühlen, dass ihre Daten nicht geteilt werden - weder mit Amazon, noch mit Google oder einem anderen Datenkraken.

 

UMB nutzt KI in der Digitalisierungslösung CURO

Tausende von Firmen benutzen weltweit IBM Watson-Technologie. UMB gehört auch dazu und offeriert in der eigenen Digitalisierungslösung CURO zusätzlich zahlreiche KI-Optionen. UMB kennt IBM und ist der erste IBM Platinum Business Partner in der Schweiz. Wir verfügen  durch die Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern ausserdem über spezifisches KI-Know-how. Kontaktieren Sie mich für weitere Informationen.