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Es ist Zeit, SUSE 11 aufzugeben. Neue Versionen warten!

Franco Chiellino - 04.04.2019


Illustration: Suse


SUSE Linux Enterprise Server 11, aktuell mit Servicepack 4, war über viele Jahre hinweg quasi das SAP-Standard-Betriebssystem. Auch heute noch wird die Mehrheit der SAP und SAP-HANA-Systeme auf SUSE-Basis betrieben. Seit 31. März ist nun aber endgültig Schluss mit dem Standard-Support für die Version 11.

 

Was bedeutet das Standard-Support-Ende?

Systeme und Anwendungen werden natürlich weiterhin ihren Dienst tun. SUSE Linux Enterprise Server 11 qualifiziert aber schon länger nicht mehr als Plattform für modernste Anwendungen. Nun kommt dazu, dass Korrekturen, Support und insbesondere auch Security-Fixes von SUSE nur dann erwartet werden können, wenn man bereit ist, die erheblichen Mehrkosten eines LTSS-Vertrages (Long Term Service Pack Support) zu tragen. Dies dürfte für die meisten Unternehmen Grund genug sein, die definitive Migration auf eine neuere Version zu planen. Daneben gibt es auch eine Reihe von technischen Gründen, diesen Schritt nicht lange herauszuschieben. Typischerweise sind aktuelle Standards in älteren Versionen nur teilweise oder gar nicht implementiert. So ist in SUSE 11 die Umsetzung des Verschlüsselungsprotokolls TLS 1.2 wegen der alten OpenSSL-Library nicht direkt möglich.

 

Genügend Zeit für die Vorbereitungen einplanen

Früher oder später sollten also unternehmenskritische Anwendungen in einen aktuellen und unterstützten Zustand überführt werden. Szenarien für die Umsetzung einer solchen Erneuerung gibt es viele. Der klassische Neuaufbau eines Basissystems, verbunden mit einem Umzug von Anwendungen, ist eine häufig angewandte Methode. Oder es führen Zeitgründe oder die Komplexität des Gesamtsystems dazu, auf eine neue Version zu migrieren.

 

SUSE hat hier früh an seine treue Kundschaft gedacht und in SUSE 12, wie auch im bereits verfügbaren SUSE 15, die entsprechenden Migrationswerkzeuge eingebaut und dokumentiert. Eine gut funktionierende Migrationshilfe ist sehr wertvoll, aber wie der erfahrene Systemadministrator weiss, braucht es meistens noch Einiges mehr. Die Umstellung von kritischen Systemen will nicht nur gut geplant und mit einem guten Fallback-Szenario versehen sein, sondern auch hinsichtlich aller Eventualitäten und Schnittstellen geprüft werden. Oft sind neben der eigentlichen Hauptanwendung eine Vielzahl von Supporttools auf Ihre Kompatibilität mit der neuen Betriebssystemversion zu prüfen, und vielleicht sollen auch einige neue Funktionen eingeführt werden. Es muss also genügend Zeit für die Vorbereitungen eingeplant werden.

 

Der Beizug von Spezialisten kann sinnvoll sein

Wer also die Feiertagswochenenden im Mai für Systemmigrationen nutzen will, sollte sich jetzt schon zügig an die Planungsarbeiten machen. In Anbetracht der Situation kann es sehr sinnvoll sein,  einen Spezialisten mit einschlägiger Erfahrung beizuziehen und damit die Vorbereitungszeit zu optimieren.

 

UMB verfügt über umfassende Projektkompetenz für Linux und Unix-Plattform-Migrationen, die wir auch als Dienstleistungen offerieren. Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Unsere Spezialisten beraten Sie gerne.

 

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