RPA: Die Demokratisierung eines Automatisierungstools

Robotic Process Automation ist zu einem sehr populären Schlagwort geworden, wenn es um die Digitalisierung von Businessprozessen geht. Gartner stuft den RPA-Markt als den am schnellsten wachsenden Sektor im Bereich Enterprise Software ein, der schon in fünf Jahren über sieben Milliarden schwer sein soll. Diese Gelegenheit wollen sich natürlich die grossen Softwarehäuser nicht entgehen lassen - und auch Microsoft bietet jetzt Tools an, die RPA demokratisieren, sprich, für jedermann möglich machen sollen.

  #Microsoft   #Robotic Process Automation   #UiPath   #Business Automation  

Mit RPA wird gemeinhin Software bezeichnet, die unkompliziert programmiert werden kann, um grundlegende Geschäftsaufgaben anwendungsübergreifend zu erledigen - genau so, wie das auch menschliche Arbeiter tun. Die Technologie soll es quasi jedem Mitarbeiter möglich machen, einen softwaregesteuerten Roboter zu schaffen, der die Tätigkeiten einer Person an einem digitalen System repliziert und durchführt. Das ist dort interessant, wo damit repetitive, langwierige und ineffiziente Prozesse automatisiert werden können. UiPath[1], Blue Prism[2] und Automation Anywhere[3] sind die drei Softwarehäuser, die den RPA-Markt bis jetzt dominiert haben, schnell wuchsen  und dafür auch viel Risikokapital eingesetzt haben.

 

Der Kampf um den RPA-Kuchen

Die Konkurrenz will nun aber auch ein Stück vom RPA-Kuchen - zum Beispiel Microsoft[4]. Das Unternehmen ist in einer ausgezeichneten Situation, wenn es darum geht den RPA-Markt aufzumischen. Microsoft hat eine grosse globale Infrastruktur, eine enorme Zahl von Kunden und weltweit unzählige kompetente Partner und Entwicklern. Eine wichtige Rolle wird dabei auch das schnell wachsende Azure Cloud-Geschäft spielen. Der Anfang der Microsoft RPA-Strategie war die Power-Automate-Plattform[5], die bereits hunderttausenden von Unternehmen bei der Automatisierung von Millionen Prozessen Unterstützung bietet. In der neuesten Version ermöglicht Microsoft nun RPA im Power-Automate-Service, und zwar mittels User-Interface-Datenflüssen. Mit dem Zusatz von RPA ermöglicht Power Automate auch Legacy-Anwendungen und manuelle Prozesse durch UI-basierte Automatisierung zu automatisieren. Die bestehenden Funktionen von Power Automate konzentrieren sich auf die Automatisierung von Geschäftsprozessen durch API-basierter Konnektoren. Für Altsysteme sind aber APIs oft nicht verfügbar und die Automatisierung wird schwierig. Jetzt können mit Power Automate aber Geschäftsprozesse sowohl in modernen Systemen, die über APIs verfügen, als auch in Altsystemen automatisiert werden, die über keine APIs verfügen. Daten fliessen einfach zwischen API-basierten automatisierten Strömen und UI Datenflüssen hin- und her.

 

“Jeder kann ein Entwickler sein“

Das sagt Charles Lamanna, der bei Microsoft für die Citizen Developer Platform verantwortlich ist. Es dauere weniger als 30 Sekunden, um sich dort anzumelden, dann könne man in wenigen Minuten einen Bot erstellen. Lamanna sieht drei weitere wichtige Trends für RPA. Erstens: Die Cloud sei unumgänglich. Zweitens: Wenn RPA wirklich gross werden soll, müsse es demokratisiert werden. Auch Windows sei erst riesig geworden, als es auf jedermanns PC lief. Wenn RPA transformativ sein solle, müsse es auf jedermanns Schreibtisch liegen. Und drittens werde die Automatisierung über die Automatisierung der Benutzeroberfläche hinausgehen. Echte Automatisierung biete Elemente wie Chatbots und Formulare, die Informationen sammeln. Diese Elemente müssten sich alle mit der digitalen Prozessautomatisierung und robotergestützter Prozessautomatisierung vermischen können.

Microsoft ist überzeugt davon, mit RPA auf dem richtigen Weg zu sein. Über 60 Prozent aller Informationsmitarbeiter verbrächten mehr als 30 Prozent ihrer Zeit mit eingeübten, automatisierbaren Aufgaben. RPA könne deshalb sehr grossen wirtschaftlichen Nutzen bringen und die Zufriedenheit der Mitarbeiter erhöhen.

 

UMB und Microsoft für die Demokratisierung von RPA

UMB ist ein Microsoft Power Automate Partner. Hier beginnt RPA mit einem PoC (Proof of Concept), um das praktische Potenzial aufzuzeigen und zu demonstrieren, ob sich der Einsatz für Ihr Unternehmen lohnt. Dafür sind drei bis fünf Arbeitstage erforderlich. In den meisten Fällen zahlt sich RPA schon nach wenigen Wochen aus.

Kontaktieren Sie uns, wenn Sie in Ihrem Unternehmen den nächsten Automatisierungsschritt unternehmen wollen.

 

[1] https://www.uipath.com/

[2] https://www.blueprism.com/

[3] https://www.automationanywhere.com/

[4] https://flow.microsoft.com/en-us/blog/microsoft-power-automate-adds-robotic-process-automation-in-april/

[5] https://flow.microsoft.com/de-de/