IT-Lehre bei UMB: Wie aus Young Talents Fachkräfte werden
Die Nachfrage nach IT-Fachkräften ist hoch – und der Grundstein wird oft schon in der Lehre gelegt. Im UMB IT Expert Talk berichten zwei frisch diplomierte Young Talents und ihr Praxisbildner, wie die Informatik-Ausbildung bei UMB aufgebaut ist, worauf es bei der Bewerbung ankommt und welche Wege nach dem Lehrabschluss offenstehen. UMB wurde von GreatStart! als Lehrbetrieb ausgezeichnet.

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UMB zählt mit rund 900 Mitarbeitenden zu den grösseren Schweizer IT-Dienstleistern – und bildet seine Fachkräfte bewusst im eigenen Haus aus. Die Lehre folgt dabei einem klaren Aufbau: Im Basislehrjahr eignen sich die Lernenden zuerst das technische Grundwissen an, bevor sie in spezialisierte Fachteams wechseln. Weil UMB als Dienstleister breit aufgestellt ist, decken die Young Talents – so heissen die Lernenden bei UMB – ein grosses Themenspektrum ab und entwickeln sich gezielt in jenen Bereichen, die sie am meisten interessieren.
Was die Ausbildung prägt, ist das grosse, junge Team. Lernende sind nicht Einzelne unter Erwachsenen, sondern lernen gemeinsam mit vielen Gleichaltrigen. Ein gemeinsames Landeslager bringt die Lernenden aller Lehrjahre zusammen – inklusive Aktivitäten bewusst weg vom Computer. Gerade dieser Teamgedanke zieht sich durch die gesamte Ausbildung.
Ein sanfter Start: Die Welcome Week
Der Einstieg in die Lehre ist bei UMB bewusst strukturiert. In einer Welcome Week gewöhnen sich die neuen Lernenden zunächst an die neue Lebensphase – der erste Tag beginnt nicht frühmorgens, sondern bewusst entspannt. Vermittelt werden zuerst die wichtigsten Grundlagen, danach folgen in den ersten zwei Wochen Sessions zu den zentralen Werkzeugen: Notebook einrichten, Kalender führen, mit Microsoft Teams arbeiten. Bereits eine Woche vor dem Schulstart sind die Lernenden im Betrieb, um sich an Team und Arbeitsalltag zu gewöhnen. Ein gemeinsames Meeting aller Lernenden – auch der höheren Lehrjahre – sorgt dafür, dass man sich von Anfang an kennenlernt. Das Gefühl, wirklich Teil des Teams zu sein, stellt sich meist mit den ersten selbständig gelösten Aufträgen ein.
Motivation zählt mehr als die Schulnote
Bei der Auswahl der Lernenden gewichtet UMB Motivation und Interesse höher als reine Schulnoten. Die Überzeugung dahinter: Wer sich für die Technik begeistert, bringt auch den nötigen Einsatz – und entwickelt sich über die vier Lehrjahre entsprechend weiter. Entscheidend sind zudem Persönlichkeit und Teamfähigkeit, denn bei UMB wird im Team gearbeitet, nicht als Einzelkämpfer. Im Bewerbungsprozess zählen mehrere Faktoren: Das Motivationsschreiben oder ein Bewerbungsvideo, der Eindruck am Schnuppertag sowie das Zeugnis – wobei auch Sozial- und Arbeitsverhalten beachtet werden. Manche Bewerbende heben sich mit kreativen Formaten ab, vom Video bis zur eigenen Website. Gute Lernende zeichnen sich am Ende dadurch aus, dass sie offen auf andere zugehen und nachfragen, statt Aufgaben nur rasch zu erledigen.
Schritt für Schritt mehr Verantwortung
Die Verantwortung wächst mit jedem Lehrjahr. Im ersten Jahr steht der Aufbau von Grundwissen im Vordergrund, mit noch wenig Kundenkontakt. Danach übernehmen die Lernenden am Servicedesk – der ersten Anlaufstelle für Kundenanliegen – aktiv Verantwortung. In den Fachteams kommen eigene Aufgaben und Projekte hinzu, bis hin zur eigenständigen Projektleitung. Der erste Kundeneinsatz ist für viele ein aufregender Moment; eine gute Vorbereitung durch die Praxisbildner gibt dabei Sicherheit. Den intensivsten Punkt der Ausbildung markiert für die meisten die IPA – die Individuelle Praktische Arbeit als praktische Abschlussarbeit.
Drei Mythen über den Informatik-Beruf im Faktencheck
Rund um den Informatik-Beruf halten sich hartnäckige Annahmen. Der erste Mythos: Informatikerinnen und Informatiker sässen nur vor dem Bildschirm. In der Praxis hängt das stark von der Rolle ab – viele Funktionen verbinden Bildschirmarbeit mit Kundenkontakt und Abwechslung. Der zweite Mythos betrifft die Mathematik: Im Arbeitsalltag ist weniger klassisches Rechnen gefragt als vielmehr logisches Denken; ausgeprägter ist der Mathematik-Anteil hingegen in der Berufsmaturität (BMS). Der dritte Mythos lautet, KI ersetze bald alle IT-Jobs. Beim heutigen Stand trifft das nicht zu: Künstliche Intelligenz unterstützt die Arbeit – gerade im Infrastrukturbereich –, ersetzt sie aber nicht.
Nach der Lehre: Übernahme statt Abschied
UMB bildet bewusst für die eigene Zukunft aus und versucht, Lernende nach dem Abschluss zu übernehmen – idealerweise im Wunschteam. Weiterbildungen werden aktiv unterstützt: Wer die Berufsmaturität nachholt oder ein Studium beginnt, kann über flexible Teilzeitmodelle mit UMB verbunden bleiben. Ein Beispiel aus dem Podcast: Eine Absolventin bleibt mit einem 20-Prozent-Pensum an Bord, während sie die BMS absolviert. Ein früher Vertrag gibt Sicherheit – und hält die jungen Fachkräfte am Ball, gerade weil sich die IT rasch entwickelt. Warum die Young Talents bleiben? Vor allem wegen des Teams und weil die Arbeit Spass macht.
Karrierewege: vom Servicedesk bis zur Projektleitung
Nach der Lehre stehen viele Wege offen. Manche entwickeln sich klassisch zum System Engineer weiter, andere spezialisieren sich im Security-Umfeld – etwa als Security Engineer im Plattform-Team oder im Cyber Security Engineering mit Schwerpunkt Projektleitung. Auch Wechsel in angrenzende Bereiche wie Lizenzverwaltung oder Verkauf sowie der Weg in Führungsrollen bis hin zum Praxisbildner sind möglich. Der Rat der Ehemaligen an angehende Lernende: Motivation, Authentizität und Neugier mitbringen – und die Zeit der Lehre geniessen, denn sie vergeht schnell.
Den ganzen Podcast hören:Der berufliche Weg bei UMB: Vom Lernenden zum erfahrenen System Engineer.


