Identity Governance & Administration (IGA): Die richtige Ressource für die richtige Person zum richtigen Zeitpunkt.
Digitale Ressourcen verlangen nach sicheren und unkomplizierten Zugriffsregelungen - vom ersten Arbeitstag bis zum Austritt. Identity Governance & Administration (IGA) - im Rahmen von Identity & Access Management (IAM) - stellt sicher, dass nur jene Rechte erteilt und beibehalten werden, die notwendig sind. So werden Identitäten und Berechtigungen nachvollziehbar und alltagstauglich.
#Modern Work #Security Awareness #Security Risk Assessment
Zugriffe erfolgen selten an einem einzigen Ort. Sie laufen über Active Directory, Microsoft 365, Fachapplikationen, Cloud-Plattformen und oft auch über Systeme, die Fachbereiche selbst verwalten. Manuelle Prozesse für die Zugriffsregelung sind riskant und führen oft zu Wartezeiten sowie fehlender Transparenz. Wer dann noch per Ticket, E-Mail oder Excel nachträglich Berechtigungen erteilt, verliert schnell den Überblick.
Ausserdem steigen die Anforderungen an Compliance und Governance. Standards wie ISO 27001[i] oder regulatorische Vorgaben wie NIS2[ii] verlangen nachvollziehbare Prozesse, regelmässige Überprüfungen sowie die lückenlose Dokumentation von Zugriffen. Audits werden teuer, wenn im Nachhinein rekonstruiert werden muss, wer wann welchen Zugriff erhalten hat und warum. IGA liefert nicht nur Sicherheit, sondern genau diesen Nachweis.
Management statt Ausnahmezustand
IGA[iii] gehört zum modernen Identity & Access Management (IAM)[iv]. Es sorgt dafür, dass Identitäten, Rollen und Berechtigungen zentral verwaltet und kontrolliert werden können. Eine IGA-Lösung begleitet den gesamten User Lifecycle: den Eintritt, den Rollenwechsel im Unternehmen und den Austritt. In der Praxis spricht man oft von Joiner-, Mover- und Leaver-Prozessen: Wer eintritt, erhält passgenaue Zugriffe; wer die Rolle wechselt, gibt nicht mehr benötigte Rechte wieder ab, und wer austritt, verliert den Zugang konsequent und ohne Verzug.
Im täglichen Arbeitsleben stellt eine solche Lösung sicher, dass jene Zugriffe ermöglicht werden, die notwendig sind. Praktisch heisst das: automatisierte Zugriffsanfragen mit Genehmigungsprozessen (Entitlement Management), rollenbasierte Berechtigungskonzepte, regelmässige Rezertifizierungen zur Überprüfung bestehender Zugriffe sowie nachvollziehbare Entzüge, sobald eine Aufgabe endet, die Abteilung gewechselt wird oder die Anstellung ausläuft.
Unternehmen erhalten so Transparenz über sämtliche Berechtigungen. Das vereinfacht Audits, reduziert Überberechtigungen und macht Governance zu einem laufenden Prozess statt zu einem jährlichen Ausnahmezustand.
Wer darf wann und wo zugreifen?
Viele Unternehmen wissen nicht genau, wer auf welche Systeme und Daten zugreifen kann. Über Jahre gewachsene Berechtigungsstrukturen, neue Applikationen und organisatorische Veränderungen können dazu führen, dass Zugriffe nicht mehr dem tatsächlichen Aufgabenbereich entsprechen. Besonders bei Rollenwechseln werden bestehende Berechtigungen häufig nicht konsequent bereinigt. Mitarbeiter sammeln deshalb im Laufe der Zeit zusätzliche Zugriffsrechte an, die sie nicht mehr benötigen. Zwei Musterbeispiele hierzu sind Young Talents, die viele Abteilungen durchlaufen, oder Personen, die Führungsaufgaben wieder abgeben. Das Resultat: mehr Verwaltungsaufwand, mehr Angriffsfläche, mehr Erklärungsbedarf im Audit.
Hinzu kommen fehlende Verantwortlichkeiten. Oft ist nicht eindeutig geklärt, wem eine Applikation gehört, wer Zugriffe genehmigen darf oder wer regelmässig Überprüfungen durchführen muss. Dann bleiben Rezertifizierungen Stückwerk, und einzelne Systeme bleiben ausserhalb der Joiner-, Mover- und Leaver-Prozesse.
Identitäten sind das neue Angriffsziel
Cyberangriffe konzentrieren sich zunehmend auf digitale Identitäten. Statt technische Schwachstellen auszunutzen, versuchen Angreifer mit Phishing oder dem Diebstahl von Zugangsdaten legitime Benutzerkonten zu kapern. Eine moderne IGA-Lösung unterstützt deshalb konsequent das Least-Privilege-Prinzip und gewährt so viel Zugriff wie nötig und so wenig wie möglich.
IGA allein reicht jedoch nicht. Identitäten müssen nicht nur verwaltet, sondern auch laufend geschützt werden - unabhängig davon, ob sich jemand im Unternehmensnetzwerk, im Homeoffice oder in der Cloud anmeldet. Genau hier greifen Identity Security Services: Sie kombinieren IAM und IGA mit kontinuierlicher Überwachung, erkennen missbräuchliche Nutzung frühzeitig und schliessen die Lücke zwischen Berechtigungsvergabe und tatsächlichem Verhalten.
Alle benötigten Zugriffe vom ersten Arbeitstag an
IGA hilft, im Unternehmen die richtigen Ressourcen zum richtigen Zeitpunkt für die richtigen Personen bereitzustellen. Wenn am ersten Arbeitstag alle benötigten Zugriffe, Applikationen, Teams-Kanäle und Mailboxen verfügbar sind, wird aus dem Start am neuen Arbeitsplatz ein positives Erlebnis. Auch im Arbeitsalltag zählen klare Prozesse: Wer einen Zugriff braucht, stellt eine nachvollziehbare Anfrage. Wer genehmigt, entscheidet auf Basis von Rolle, Risiko und Verantwortung, nicht nach Gefühl. Der eigentliche Mehrwert entsteht nicht nur in der IT, sondern im operativen Geschäft: Mitarbeiter werden schneller produktiv, Wartezeiten sinken, und Prozesse werden effizienter.
Gute Zugriffssteuerung merkt man im Idealfall kaum. Schlechte Zugriffssteuerung macht sich sofort bemerkbar: beim Onboarding, bei einem Audit und bei einem Sicherheitsvorfall.
IGA-Plattform tenfold, ganzheitliches IAM mit UMB
UMB setzt auf tenfold als bevorzugte IGA-Plattform. Das österreichische Produkt hebt sich durch seinen modernen No-Code-Ansatz von traditionellen IGA-Lösungen ab und ermöglicht eine schnelle Einführung von Identity-Governance-Prozessen. Aufwendige Individualentwicklungen werden reduziert, während gleichzeitig genügend Flexibilität für kundenspezifische Anforderungen bleibt.
Mit tenfold ist der gesamte IGA-Bereich abgedeckt: vom User Lifecycle Management über Entitlement Management und Rezertifizierungen bis hin zu Rollen-, Profil- und Segregation-of-Duties-Konzepten (SoD). Dank zahlreicher Standard-Integrationen lassen sich Systeme wie Microsoft 365, Active Directory sowie verschiedene HR- und ITSM-Lösungen einfach anbinden. Für individuelle Anforderungen steht eine API zur Verfügung. SoD ist dabei mehr als ein Compliance-Schlagwort: Es verhindert, dass kritische Kombinationen, wie Antrag und Freigabe oder Buchung und Kontrolle von Berechtigungen, in einer Hand liegen.
UMB ist Ihr Partner für IAM und IGA
UMB verbindet IGA mit den übrigen IAM-Teilen: dem Identity Provider (Microsoft Entra ID oder Active Directory), Privileged Access Management und den Identity Security Services aus dem Cyber Defense Center. Kunden erhalten damit nicht nur eine Software, sondern einen Partner, der Strategie, Einführung und Betrieb zusammenhält.
Wissen Sie, wo in Ihrem Unternehmen mögliche Sicherheits- und Compliance-Lücken bestehen? Sind alle Systeme in Ihre Joiner-, Mover- und Leaver-Prozesse integriert – oder werden einzelne Applikationen noch manuell durch Fachbereiche verwaltet?
Eine Standortbestimmung zeigt auf, wo Transparenz fehlt, wo Überberechtigungen entstehen und wo Governance bereits greift. Darauf aufbauend lassen sich Prozesse automatisieren, Rollen schärfen und Rezertifizierungen so gestalten, dass sie im Alltag funktionieren.
Vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch mit uns oder entdecken Sie Tenfold in einer interaktiven Demo – inklusive Funktionsumfang und Integrationen.
[i] ISO 27001 Certification Switzerland
[ii] NIS2 Richtlinie | Insight CH (German)



